China steht weltweit an erster Stelle bei der Fläche der angepflanzten Wälder, doch aus ökologischen, ressourcenbezogenen und qualitativen Gründen ist weiteres Aufforsten weiterhin nötig.
Ich habe gerade eine Nachricht gesehen, in der stand, dass Chinas Fläche an angepflanzten Wäldern bereits die größte der Welt ist. Ich verstehe das nicht ganz: Wenn es schon so viele Bäume gibt, warum ruft man dann jedes Jahr weiterhin alle dazu auf, Bäume zu pflanzen?
Diese Frage haben viele Menschen. Die größte Fläche zu haben bedeutet nicht, dass die Waldressourcen wirklich besonders reich sind. Die Waldbedeckung unseres Landes liegt bei etwa 25 %. Das ist zwar doppelt so viel wie vor 40 Jahren, aber der weltweite Durchschnitt liegt bei 31 %, und die Waldfläche pro Kopf beträgt nur etwa 30 % des Weltdurchschnitts.
Jetzt verstehe ich. Das heißt, insgesamt sieht es nach sehr viel aus, aber auf jede Person verteilt ist es eigentlich gar nicht so viel, oder?
Genau. Außerdem ist die Verteilung ungleichmäßig. Im Nordosten und im Süden gibt es viele Wälder, aber im Nordwesten, in Gebieten wie der Taklamakan-Wüste, ist das Klima trocken, sodass Begrünung sehr schwierig ist. Deshalb treibt der Staat in den letzten Jahren immer wieder Projekte zur Sand- und Wüstenbekämpfung voran.
Ich erinnere mich, dass in den Nachrichten letztes Jahr auch gesagt wurde, dass der äußere Rand der Taklamakan-Wüste inzwischen von grüner Vegetation umgeben sei, als hätte man der Wüste einen „grünen Schal“ umgelegt. Das klang wirklich beeindruckend.
Ja. Aber es gibt noch ein weiteres Problem, nämlich die „Qualität“ der Wälder. Viele angepflanzte Wälder bestehen aus nur einer Baumart, damit sie schneller wachsen, aber ihre ökologische Stabilität ist nicht so gut wie die natürlicher Wälder. Bei Schädlingsbefall oder extremem Wetter sind sie daher anfälliger.
Das heißt also, dass man heute nicht nur mehr Bäume pflanzen muss, sondern auch wissenschaftlicher pflanzen sollte, zum Beispiel durch mehr Artenvielfalt, um die Stabilität des Ökosystems zu erhöhen.
Ganz genau. Außerdem wird der Wert der Wälder immer größer. Neben Wind- und Sandschutz sowie Luftreinigung haben sich auch Branchen wie Waldwirtschaft und Ökotourismus entwickelt. Manche sagen, der Wald sei sowohl ein „Wasserspeicher“ als auch eine „Schatzkammer“.
Nach deiner Erklärung habe ich es verstanden. Bäume zu pflanzen ist nicht nur eine Umweltschutzmaßnahme, sondern hängt auch mit wirtschaftlicher Entwicklung und den Ressourcen der Zukunft zusammen. Offenbar hat das alte Sprichwort „Die einen pflanzen Bäume, die anderen genießen später den Schatten“ bis heute noch viel Wahrheit.
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