Junxi und Liu Na sprechen über das 'Atmosphäre-Gefühl' und verbinden visuelle Stimmung mit der poetischen Wirkung von Worten.
Frau Liu, mir ist aufgefallen, dass alle von 'Atmosphäre-Gefühl' sprechen. Was bedeutet das eigentlich?
'Atmosphäre-Gefühl' bedeutet, dass man beim ersten Blick sofort etwas spürt: Bild, Licht, Farben und Emotionen passen zusammen.
In der Fotografie heißt das also: weicheres Licht, einheitliche Farben und ein passender Gesichtsausdruck?
Genau. Auch Freiraum und ein ruhiger Hintergrund sorgen dafür, dass man länger hinschauen möchte.
Und bei Texten? Ich möchte, dass meine Beiträge auch dieses 'Atmosphäre-Gefühl' haben.
Atmosphäre in Texten ist wie eine poetische Stimmung: Man sagt nicht alles vollständig, sondern lässt den Lesern Raum für eigene Vorstellungen.
Zum Beispiel schreibe ich nicht 'Ich bin sehr glücklich', sondern 'Der Wind ist leicht, und mein Herz ist es auch'?
Sehr gut! Das nennt man 'Gefühle durch Landschaft ausdrücken'. Es ist einfach, aber bildhaft.
Verstanden! Wenn ich künftig Outfit-Fotos poste, sollte das Bild einheitlich sein, und der Text sollte etwas Raum lassen.
Genau. Das Visuelle fängt die Augen, und die Worte halten das Herz fest.
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